In Magdeburg begannen wir Ende 2006 mit unseren ersten Debatten; anfangs als loser Bund von Studenten der Hochschule und der Universität Magdeburg, gründete sich aus diesem ein Jahr später der eingetragene Verein, um als feste Einrichtung und Adresse unseren Interessen nachgehen zu können und für Interessenten ansprechbar zu sein.
Seit diesen Tagen treffen wir uns einmal wöchentlich, um eine Debatte über ein aktuelles Thema des Weltgeschehens zu führen, und entscheiden, auf welches Turnier es als nächstes gehen könnte. Insbesondere die Teilnahme an der Turnierserie der ZEIT-Debatten steht im Vordergrund. Uns trug das Debattieren ebenso an entferntere Orte, wie Newcastle upon Tyne zur europäischen Debattiermeisterschaft 2009, Amsterdam und Paris.
Im Sommersemester 2010 ist Zeit und Ort der Treffen, um hineinzuschnuppern oder mitzumachen: jeden Donnerstag, um 17.00 Uhr im Gebäude 22 Teil A in Raum 129 (Vilfredo-Pareto-Gebäude der Fakultät für Wirtschaftswissenschaft der Universität Magdeburg).
Die Debatten finnden in einem festgelegten Format statt, welches bestimmt wie die Reihenfolge der Redner ist und was diese in ihrer Rolle zu leisten haben. In Deutschland werden zwei Formate gepflegt: die Offene Parlamentarische Debatte und der „British Parliamentary Style“.
Vor der Debatte wird jedem Team zugelost, auf welcher Seite es steht, ob es also für oder gegen ein Thema argumentieren muss. Ist dieses bekannt, hat es nun fünfzehn Minuten Zeit, seine Argumente zu sammeln und zu ordnen, um so eine klare Linie für den eigenen Standpunkt in der Debatte aufzuzeigen und die Jury von der Überlegenheit der eigenen Seite zu überzeugen.
Dieses Rollenspiel ist für mich ein Reiz des Debattierens, welches einen fordert, sich von der eigenen Meinung zu lösen und die Sicht auf ein Thema nach dem Los zu richten, also sich einmal in die Gegenseite einer Position zu versetzen und deren Ansichten zu vertreten. Hierdurch lassen sich andere Standpunkte in Disputen leichter verstehen, da man gezwungen wird, über diese nachzudenken und deren Argumente nachzuvollziehen.
Dabei kann Thema sein, z.B.:
- Soll der Verkauf von menschlichen Organen erlaubt werden?
- Sollen Kurzdistanzflüge verboten werden?
- Soll die Entwicklungshilfe für Afrika eingestellt werden?
In der Debatte lebt ein nächster Reiz: die Freude an der Redekunst, damit die Schönheit von Sprachbildern sowie Mimik und Gestik als Stützen der Sprache.
Dem hinzu gesellt sich die Vielfalt an Kontakten und Freundschaften, welche sich auf Turnieren und im Club knüpfen lassen, ebenso ein Gewinn an Erfahrungen aus Gesprächen und dem Erleben der Turnierorte. Diese Gesamtheit des Kennenlernens und Anwendens von stets Neuem macht das Vergnügen am Debattieren aus. Ich wünsche daher dem Leser, daß er vorbeischauen und dieses mit uns gemeinsam erleben möge.
In diesem Sinne,
Stefan Kegel
- Schatzmeister -
Korrektur & Verständlichkeit:
Miriam Hauft
- Präsident -
