Nach den Wochen der Vorbereitung mit Testspielen und jeder Menge Transfers trat der FCM am vergangenen Sonnabend bei der Reserve von Hannover 96 an. Vor gut 4.000 Zuschauern (davon mindestens 3.500 Gästefans) gab es ein nie gefährdetes 2-0. Damit hat der 1. FC Magdeburg den ersten Schritt zum erklärten Saisonziel Aufstieg bereits getan, es bleiben also nur noch 33 weitere Spiele, aus denen es möglichst viele Punkte zu holen gilt. In einer Trainerumfrage nannten 17 der 18 Regionalligatrainer den 1. FC Magdeburg als Favoriten auf den Titel in der Liga, die einzige Ausnahme bildete der Rostocker Trainer Thomas Finck.
Der andere Verein, der noch im Rennen um Platz 1 erwartet wird, Holstein Kiel, ist am Sonntag im Stadion Magdeburg zu Gast. Den Kielern wurde bereits vor zwei Jahren die Favoritenrolle in der damaligen Regionalliga Nord zugesprochen - allerdings kam man an der Förde damit gar nicht klar und stieg ab. In der vergangenen Saison qualifizierten sich die Störche allerdings souverän für die neue Regionalliga Nord und gehen mit einem der höchsten Etats in die Saison. Im Gegensatz zum FCM, wo vom Trainer über die Spieler bis zum Präsidium stets betont wird, dass man aufsteigen wolle, hält man sich in Kiel diesbezüglich zurück. Am ersten Spieltag gab es dann auch den ersten Dämpfer für jegliche Euphorie im Umfeld der Holsteiner, verlor man doch das Heimspiel gegen den SV Wilhelmshaven recht sang- und klanglos mit 0-2. Die Kieler werden also etwas gutzumachen haben im Stadion Magdeburg.Aber auch der FCM hat mit den Störchen noch eine Rechnung offen. In der Abstiegssaison der Kieler gab es auch am zweiten Spieltag die Paarung Kiel-FCM, allerdings mussten die Elbestädter an der Förde antreten - und verloren in Überzahl mit 0-5. Die Aussage eines Kieler Verantwortlichen nach dem Spiel, man habe soeben den ersten Absteiger gesehen, war denn auch sicherlich nicht auf die Störche bezogen.
Gespannt darf man sein, ob Neuzugang Maximilian Watzka (kam am letzten Donnerstag aus Offenbach) schon gegen Kiel von Anfang an eingesetzt wird, und ebenso, ob Vujanović etwas mehr Torgefahr ausstrahlt als gegen Hannover 96 II.
