UNICEF ist das Kinderhilfswerk der Vereinten Nationen. Der United Nations Children´s Emergency Fund wurde am 11. Dezember 1946 gegründet, um nach dem Zweiten Weltkrieg in den betroffenen Regionen der Welt Nothilfe für Kinder zu leisten. 1953 wurde UNICEF ein regulärer Teil der Vereinten Nationen, nachdem das Mandat bereits 1950 auf die langfristige Versorgung von Kindern und Müttern weltweit verallgemeinert wurde. Heute steht der Name UNICEF deshalb kürzer für United Nations Children`s Fund. Nachdem anfangs die Ernährung und medizinische Versorgung im Vordergund stand, weitete sich mit der Zeit die Arbeit auf Bereiche wie zum Beispiel Bildung, die Förderung der Gleichberechtigung und den Schutz vor Ausbeutung und Mißbrauch aus. Im Jahr 1965 wurde UNICEF, als erster Organisation, der Friedensnobelpreis für die Förderung der Freundschaft zwischen den Nationen verliehen. Am 11. Dezember 2006 wird UNICEF 60 Jahre alt und arbeitet heute in den meisten Ländern der Erde. Auch durch die Arbeit von UNICEF wurde in den letzten 30 Jahren die Kindersterblichkeit halbiert und es gehen mehr Kinder zur Schule als je zuvor. Den Erfolgen stehen aber auch neue Herausforderungen, wie zum Beispiel die weltweite HIV-Epidemie, gegenüber.
Wie arbeitet UNICEF?
UNICEF wird zu etwa zwei Dritteln aus Zuwendungen der UN-Mitgliedsstaaten finanziert. Ein Drittel der Mittel wird von den weltweit zur Zeit 37 nationalen UNICEF-Komitees zum Beispiel aus Spenden und Grußkartenverkäufen erbracht. Die Ausgaben betrugen so im Jahr 2005 rund 2,1 Milliarden Dollar – eine vergleichsweise geringe Summe. Hauptsitz von UNICEF ist New York. Weltweit hat UNICEF ungefähr 7.200 Mitarbeiter. Die meisten Mitarbeiter in Projekten vor Ort stammen aus dem jeweiligen Land selbst. Dazu kommen allein in Deutschland rund 8.000 und weltweit 40.000 ehrenamtliche Mitarbeiter.
UNICEF führt sowohl Nothilfe- als auch langfristige Entwicklungsprojekte durch. UNICEF orientiert sich dabei an den Millenium Development Goals der Vereinten Nationen (siehe http://www.un.org/millenniumgoals/ ). Zusätzlich gibt es für jedes Land, in dem Entwicklungsprojekte durchgeführt werden, einen Entwicklungsplan mit Zielen, die in einer Spanne von einigen Jahren erreicht werden sollen. UNICEF Entwicklungsprojekte werden in der Regel nur zusammen mit lokalen Partnern durchgeführt, um sicherzustellen, dass das Projekt sinnvoll ist und langfristig unterhalten wird. Aus diesem Grund wird eine Eigenleistung der entsprechende Regierung/Kommune erwartet. Dieser Eigenanteil kann neben finanziellen Mitteln aber auch Baumaterial oder Arbeitsleistung sein. UNICEF strebt den Einsatz bewährter, kostengünstiger “low-tech” Lösungen mit geringen Wartungsaufwand, wie Handwasserpumpen, an. Auch ist UNICEF weltweit der größte Abnehmer von Moskitonetzen zum Schutz vor Malariainfektionen

UNICEF in Deutschland
UNICEF ist die einzige Organisation der Vereinten Nationen, die es den Bürgern ermöglicht, direkt mitzuwirken. Das deutsche nationale Komitee für UNICEF wurde 1953 gegründet und hat den Status eines gemeinnützigen und mildtätigen Vereins. Vorsitzende des deutschen Komitees für UNICEF ist zur Zeit Heide Simonis; Schirmherrin Eva Luise Köhler, die Frau des Bundespräsidenten Horst Köhler. Das deutsche UNICEF-Komitee trägt das Spendensiegel des Deutschen Zentralinstituts für soziale Fragen für seinen besonders effizienten Umgang mit Spendengeldern, bei dem der Anteil der Verwaltungskosten an den Spendengeldern kontinuierlich unter 10 Prozent liegt. Große Kampagnen von UNICEF in Deutschland sind zur Zeit Du und ich gegen AIDS und Schulen für Afrika (siehe http://www.unicef.de/aktionen.html ).
130 lokale Arbeitsgruppen arbeiten deutschlandweit auschließlich ehrenamtlich für UNICEF. Die Arbeitsgruppen leisten vor allem Informationsarbeit, sammeln Spenden und verkaufen die bereits erwähnten Grußkarten (der Spendenanteil am Verkaufspreis der Karten beträgt 75 Prozent, die von der Umsatzsteuer befreit sind).
UNICEF in Magdeburg
Auch die Magdeburger Arbeitsgruppe feiert in diesem Jahr ein Jubiläum - den 15. Geburtstag. Sie ist damit eine der ältesten Arbeitsgruppen in Ostdeutschland und hat zur Zeit 22 ehrenamtliche Mitarbeiter. Anlässlich des Jubiläums führt die Arbeitsgruppe eine Fülle von Aktionen durch. Dazu zählte zum Beispiel die Aktion "Schirm & Charme für UNICEF". 60 Regenschirme wurden von bekannten Magdeburgern - darunter ein Elefant im Magdeburger Zoo - und 15 Kindern gestaltet. Die Schirme wurden im Karstadt Kaufhaus ausgestellt und zugunsten von UNICEF versteigert.
Die Arbeitsgruppe wird seit ihrer Gründung von Helga Kleiner geleitet. Ehrenamtliche Mitarbeiter sind - auch für einzelne Projekte - stets herzlich willkommen! Das Büro der Arbeitsgruppe befindet sich in der Halberstädter Straße 140 und ist telefonisch unter der Nummer 0391/6076844 zu erreichen.
Quellen und weiterführende Informationen
www.unicef.de
(Jahresbericht 2005 - http://www.unicef.de/fileadmin/content_media/
www.unicef.org
(Jahresbericht 2005 - http://www.unicef.org/publications/index_34144.html )
www.unaids.org
(Jahresbericht 2005 - http://data.unaids.org/pub/GlobalReport/
