im Hörsaal 3, Große Steinernetischstraße
"Jenseits der Wärme" zeigt das Familienkinderheim Nerechta zu einer Jahreszeit, wo Magdeburger Studenten nur selten dort gewesen sind. Und der Winter in Russland ist immer eine besodnere Herausforderung...
Der Vortrag von Thomas Junker mit seinem neuen Film dokumentiert aber auch anderswo das normale, alltägliche Leben im winterlichen Russland. Zeigt einen Querschnitt durch alle Bevölkerungsschichten und beleuchtet das Land von Sankt Petersburg, bis hin in die östlichen Regionen Sibiriens. Portraitiert u.a. einen Unternehmer, der mit Honigprodukten zum Millionär geworden ist. Begleitet Schamanen. Dokumentiert das Weihnachtsritual der Russisch-Orthodoxen Kirche. Ist dabei, wenn sich Menschen freiwillig bei großen Minustemperaturen ein Eisbad unterziehen. Schaut nach bei Ivan und Dschana, einem alten Rentnerpaar, das abseits der Zivilisation alleine in der Taiga (über-) lebt. Fährt über rund 4200 Kilometer über so genannte Simniks, Straßen, die nur im Winter befahrbar sind (Gesamtkilometer 18926). Besucht die Stadt Jakutsk, die aufgrund des Permafrostbodens völlig auf Stelzen gebaut ist, und jährlich einen Temperaturunterschied von 100 °C zu verkraften hat. Ist bei den Arbeitern, die auch im tiefsten Winter im Tagebau Diamanten suchen müssen. Berichtet vom alten Sergej, der als Kind in einem Gulag aufgewachsen ist und bis heute noch an der gleichen Stelle wohnt. Und wagt sich vor zu derkältesten, dauerhaft bewohnten Siedlung auf der Erde, dem Weiler Ojmjakon. Hier wurden schon -71,2°C gemessen.
Jenseits der Wärme ist eine Hommage an die Menschen, die der großen russischen Kälte trotzen und nicht fliehen.
Jenseits der Wärme zollt den Menschen Respekt, bei denen Wohlfühlen nicht in Temperatur gemessen wird und Gastfreundschaft mehr als nur ein Wort ist.
Jenseits der Wärme ist auch eine Ehrung des Ehepaars Andreewoj, das sich seit Jahren mit Unterstützung der ESG Magdeburg um Kinder kümmert, die sonst keine elterliche Liebe erfahren könnten.
Wer unvergessliche Bilder aus dem winterlichen Russland sehen will, sollte diesen Filmvortrag nicht verpassen.
Wer mehr über das Russlandprojekt der ESG erfahren will, kann zudem unter www.esg-magdeburg.de/russland nachschlagen.
Wer mehr über den Filmemacher und seine Projekte lesen will, wird unter www.thomasjunker.de fündig.
Der Eintritt zur Filmshow beträgt für Studierende 5,- Euro, für Verdienende 7,- Euro.
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