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Fluch(t) dem Regen ...

... in die Sonne Spaniens

Pfingstsamstag regnete es den 7. Tag in Folge. Sommerstimmung will da nicht aufkommen. Schon Tage vorher hat sich die super Sonnenlaune in eine eher müde Sommerlaune verwandelt. So packte ich also meine Koffer und besuchte mit drei starken Frauen an meiner Seite eine sehr gute Freundin, die unter der spanischen Sonne gerade bei der CBN (www.cbn.es) ihr Auslandspraktikum absolviert.




Das deutsche Wetter hatte wirklich schon seine Spuren hinterlassen. Die trüben Gesichter, in die man jeden Tag auf's Neue blickte, waren wirklich deprimierend.

Also wurden knapp 3 Wochen vor Pfingsten spontan Flüge gebucht. Wir schafften es tatsächlich uns zu viert auf genau eine Woche zu einigen, obwohl wir aus allen Himmelsrichtungen Deutschlands kommen und auch z.T. grundverschiedene Sachen machen.




So hob also am Pfingstsonntag um 7 Uhr morgens der Flieger mit Ziel auf Spanien ab. Bereits 3 Minuten nach dem Start wurden wir über der wollig weich aussehenden Wolkendecke mit der Sonne im Rücken beglückt und uns war klar: das wird ein unvergesslicher Urlaub.

In Valencia gelandet, hieß es zunächst: Jacken ausziehen, Schal und Regenschirm wegpacken. Mit gut 30 Grad im Schatten, einem flattrigen Shirt und Hotpants wurden wir also empfangen. (im Bild: Spielkind, Nicole, Katharina, DoubleSmile85, nicht dabei: Resi_Ist_Dabei). Nach mehr als 24 Stunden nonstop auf den Beinen waren wir alle reichlich fertig, aber dennoch war das erste Ziel der Strand von Calpe.

Wir wollten Sonne, Wasser und Entspannung ... eben Urlaub.




Erlebt haben wir viel und gesehen auch. Da wir uns nicht touristischen Lemmingen angeschlossen haben, auf uns selbst gestellt waren und sogar über einen eigenen Reiseleiter verfügten (hier auch ein großes Danke an Diego), konnten wir in der einen Woche nicht nur entspannen, sondern auch Spanien von seiner unberührten und natürlichen Seite kennenlernen. (Bild links: Ausblick auf den Küstenort Calpe sowie dem berühmten Felsen "Penon de Ifach")

Wer hat schon mal Orangen am Straßenrand gepflückt? Naranja, das Wort für Orange, es wird mir nicht mehr aus dem Kopf gehen. Laubbäume wurden schnell gegen Palmen getauscht. Stupider deutscher Büroalltag gegen Siesta. Und wer hätte gedacht, dass ich als Fischkopf und gleichzeitig Fischhasserin ein Mal Muscheln, Kalamari usw. essen werde?

„Bis gleich“ ist außerdem eine Zeitangabe zwischen 5 Minuten und 3 Stunden. Unglaublich, nicht wahr? Und Spanisch lernen war nie so einfach, stand doch hinter jedem spanischem Wort die englische und deutsche Übersetzung, denn die Costa Blanca ist berühmt für ihre vielen britischen und deutschen Zuwanderer.




Und was wäre ein Urlaub, der glatt abläuft. Wo wir vier Chicas schon ein Mal in Spanien waren, sind wir auch abends weg gegangen. Wir hatten fahrbaren Untersatz, der sich während unseres Aufenthaltes von seiner besten Seite zeigte. Es war nachts, 2 Uhr und der Gute ließ uns einfach so im Stich. Nach einem ausgelassen Cocktailabend und dem befriedigten „Komm lass uns ins Wasser rennen“-Gefühl saßen wir also plötzlich 10 km von unseren Betten entfernt fest.

Geholfen wurde uns schnell vom Reiseleiter persönlich, doch bewegen ließ sich unser fahrbahres Prachtstück an DIESEM Abend nicht mehr. 2 Tage später wollte der Abschleppdienst vorbei kommen. Doch nach einer halben Stunde warten, gaben wir auf. Dem Tipp folgend, dem Auto noch eine letzte Chance zu geben und es erneut zu starten, endete mit herunterklaffenden Unterkiefern. Der Wagen, der zwei Tage zuvor völlig schwach auf dem Herzen war, lebte plötzlich wieder. Erstaunlich, was die spanische Sonne so bewirkt! Wink




Ein besonderes Ereignis waren wohl „Les Fonts d'Algar“. Eine Abwechslung zum Strand, denn hier waren nebst den Wasserläufen (Bild links) und Wasserfällen (Bild rechts) auch die Felsformationen beeindruckend.

Spanien verfügt derzeitig nur über knapp 30 Prozent des eigentlichen Wasservorrats. Einige Lagunen waren demnach schon völlig ausgetrocknet. Doch dem Quellsprung entgegen wandernd, mussten wir durch gefühltes 13 Grad kaltes Wasser (nein, nicht nur mit den Füßen durchtappeln, ganz eintauchen war angesagt).

Selbst für Fischköpfe eine echte Überwindung. Doch es lohnte sich auf ganzer Linie.




Kulinarisch haben wir natürlich Tapas und Paella verkostet und Café con leche (Kaffee mit Milch) und BomBon (ein sehr süßer Kaffee), die man in jedem Café bestellen kann, uns genüsslich auf der Zunge zergehen lassen.




An dieser Stelle ein ganz liebes Dankeschön von uns allen an dich, Katharina, da du es eine Woche lang mit uns auf knapp 45 qm ausgehalten hat. Bis in 5 Wochen! Kiss
geschrieben von DoubleSmile85 am 18.06.2006