WebUni Hannover WebUni Frankfurt/Main WebUni Magdeburg

Wir können nicht genug kriegen..

Unsere Stellungnahme

Seit einigen Tagen toben die Diskussion um Themen wie die Finanzierung von Studentenportalen, der intellektuelle Gehalt von Diskussionforen und alles, was dazwischen liegt. Auslöser war - wie inzwischen alle wissen - ein Artikel in der Campuszeitung uni.versum.

WebUni - ein ehrenamtliches Projekt.
Ende 2003 als kleines Studentenprojekt gestartet und mittlerweile ein erfolgreiches Portal, ein dynamisches Projekt mit immer wieder neuen Aufgaben, vielfältige und umfangreiche Funktionen, 1000 Beiträge am Tag im Durchschnitt, haufenweise Themen und vor allem mehr als 2500 zum größten Teil völlig unterschiedliche, aktive Nutzer: das ist WebUni. Dahinter steht ein Team, das inzwischen auf 39 Mitglieder gewachsen ist und in dem es - selbstverständlich - auch zu Meinungsverschiedenheiten kommt und in dem - zum Teil auf Grund dessen, zum Teil von Umzügen während oder nach dem Studium - eine Fluktuation herrscht, die wir nicht immer verhindern können und daher sehr bedauern.

Mittlerweile ist das Erscheinungsbild im Hinblick auf Design, Vielfalt und Funktionen recht professionell, was viele hin und wieder vergessen lässt, dass es sich weiterhin um ein ehrenamtliches Projekt handelt, in das viele Menschen haufenweise Zeit und Energie investieren, um ein Stück weit zur studentischen Kultur in Magdeburg beizutragen sowie einen Beitrag zur Identifikation mit unserem wunderschönen Studienstandort Magdeburg zu leisten.

Umso enttäuschter sind wir Teammitglieder, das aus dem Zusammenhang gerissene Zitate von WebUni zu einem einzigen Zweck verwendet wurden: Dem Studentenportal zu schaden. Fraglich bleibt in unseren Augen, was mit derartigen Anfeindungen erreicht werden soll und warum ehrenamtlich arbeitende Menschen sich gegenseitig angreifen, statt gemeinsam die Gesellschaft ein Stückchen besser zu machen - und zwar jeder auf seine Weise.

Wir - das WebUni-Team - lehnen dieses offensive Streuen von Zwietracht mit Nachdruck ab und respektieren und begrüßen das ehrenamtliche Engagement anderer studentischer Organisationen wie UniHelp und uni.versum. Es liegt nicht in unserem Sinne, ein anderes Projekt kaputtzumachen sondern wir wären über eine friedliche Ko-Existenz oder gar eine fruchtbare Zusammenarbeit sehr froh. Leider ist diese Haltung nicht auf Gegenliebe gestoßen. Andererseits hat uns die Konkurrenzsituation mit Unihelp immer dazu angespornt, uns zu verbessern und die Anregungen der User zeitnah aufzugreifen und umzusetzen.

Zum Thema Meinungsfreiheit, Zensur und Moderation.
Wie die uni.versum erlauben auch wir uns eine kleine Bemerkung zum Thema Meinungsfreiheit versus Zensur. Selbstverständlich sind wir uns darüber im Klaren, dass in den vielen verschiedenen Foren von WebUni auch viele sinnfreie Diskussionen geführt werden. Doch was ist dagegen einzuwenden, wenn die Nutzer Spaß daran und Lust dazu haben? Unser WebUni lebt von seinen Nutzern und all den Beiträgen, die sie in den Diskussionsforen zu allen erdenklichen Themen schreiben und wir glauben, dass das bei anderen Portalen genauso ist.

Mit stetig wachsenden Nutzerzahlen haben wir die Zeichen erkannt und unser Moderationsteam gegründet, das nach bestem Wissen und Gewissen sich bemüht, grenzwertige Situationen zu vermeiden und Diskussionen zu unterbinden, die völlig daneben sind. Was bei WebUni keinesfalls in Frage kommt, ist eine Zensur nach dem Diktat der Verantwortlichen oder seitens unserer Sponsoren. Die Meinungsfreiheit ist eines der höchsten Güter unserer Gesellschaft und wir bekennen uns dazu, dass zu ihr Sinnvolles wie Sinnfreies, Kluges wie Dummes, Diskussion und Gelaber gehören. Festzuhalten ist, dass WebUni keine Plattform ist, auf der verfassungswidriges Gedankengut verbreitet wird.

Wir möchten in diesem Zusammenhang noch einmal darauf hinweisen, dass auch die Moderation ehrenamtlich arbeitet und jeder der Moderatoren kann nicht 24 Stunden am Tag in die Moderation stecken. Deshalb können auch hier Fehler, Ungereimtheiten und Lücken entstehen, die wir nach Kräften versuchen, zu verhindern und zu vermeiden. Wir bitten Euch deshalb, uns nachzusehen, wenn in dieser Hinsicht manchmal Dinge nicht so funktionieren, wie wir es auch selbst von uns erwarten und daran zu denken, dass hinter WebUni kein Großkonzern steckt, der eine lücken- und fehlerlose Moderation garantieren könnte.

Zur finanziellen Seite.
Um kurz die Irrungen und Wirrungen der letzten Tage um die Finanzierung des WebUni-Projekts seitens des StuRas noch einmal klar zu stellen: WebUni wurde im Jahr 2003 mit einer Startfinanzierung von damals 2400 Euro bedacht. Ende des Jahres wurde für das Projekt 5000 Euro für das kommende Jahr bewilligt. Das letzte Mal wurde WebUni im Jahr 2004 in Höhe von 5000 Euro für das Jahr 2005 gefördert. Seitdem wurde auf die Beantragung weiterer Gelder verzichtet, da wir sparsam mit der Förderung umgegangen sind.
Die Erhöhung des Studentenschaftsbeitrages von 5,11 Euro auf 6,50 Euro, bei dem es sich um den Anteil am Semesterbeitrag handelt, der dem Studentenrat zufließt, wurde in der Tat mit der Förderung von WebUni begründet. Neben WebUni wurden von der Erhöhung also auch viele andere Projekte gefördert und WebUni war ein Haushaltsposten unter vielen, die ähnlich groß - oder wie die uni.versum - größer sind.

Danke & Schlusswort.
An dieser Stelle sei allen Nutzern und auch den Nutzern von UniHelp gedankt, die sich nicht ebenfalls zu irgendwelchen polemischen Stellungnahmen hinreißen lassen, die uns gegenüber loyal sind, die uns treu bleiben und die wissen, dass WebUni mehr ist als eine Diskussionsplattform mit platten Themen.

Den Artikel in der Campus-Zeitung uni.versum betrachten wir als persönlichen Fehde des verantwortlichen Chefredakteurs mit Mitgliedern des WebUni-Teams und sehen - leider - nicht den Wunsch, investigativen Journalismus zu betreiben. Wir weisen den Artikel daher als unrichtig zurück. Wir hoffen statt dessen auch in Zukunft auf Eure konstruktive Kritik, Ideen und Vorschläge und freuen uns auf Eure Mitarbeit, so dass wir weiterhin ein Portal mit vielen Angeboten zu Eurer Zufriedenheit bieten können.

Denn wir können nicht genug davon kriegen!

Viele Grüße,

Euer WebUni-Team
Eure Projektleitung
Euer Vorstand WebUni Magdeburg
geschrieben von Niob am 07.04.2006